Statt früh, ambulant und kostengünstig werden psychische
Störungen spät, stationär und teuer behandelt.
Zitat des Psychologen Jürgen Margraf aus „Kosten und Nutzen der Psychotherapie“ (Springer-Verlag), zitiert nach FAZ-Online.
Statt früh, ambulant und kostengünstig werden psychische
Störungen spät, stationär und teuer behandelt.
Zitat des Psychologen Jürgen Margraf aus „Kosten und Nutzen der Psychotherapie“ (Springer-Verlag), zitiert nach FAZ-Online.
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Mit Tag(s) versehen: Sucht, Therapie
Jochen Mai hat in seinem ohnehin lesenswerten Blog “Karrierebibel” einen schönen Beitrag über Narzissten geschrieben: “Ichichich – Warum Narzissten so populär sind“. Vieles in dem Text erinnert an den normalen Berufsalltag. Besonders erschreckend finde ich ein Zitat des Schweizer Psychologen Gerhard Dammann: “Der Narzissmus ist die Leitneurose der Gegenwart, so wie es zu Zeiten Sigmund Freuds die Hysterie war.”
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Mit Tag(s) versehen: Depression, Essstörung, Kaufsucht, Krebs, Magersucht, Mystik, Suizid, Theologie, Zen
Ich bin nun schon seit einigen Jahren Nichtraucher. Da um die Jahreswende wieder einmal sehr viele Leidensgenossen einen Anlauf nehmen, mit der Nikotinsucht zu brechen, habe ich bereits einen Artikel zu interessanten Links im Internet veröffentlicht. Ergänzend schildere ich hier zehn Tipps aus meiner eigenen Erfahrung, damit angehenden Nichtrauchern in der Frühphase ihres Rauchstopp-Projektes der Nikotinteufel keinen Strich durch die Rechnung macht.
1. Das Nichtrauchen muss in den nächsten 100 Tagen absolute Priorität haben: Alles ist erlaubt, außer rauchen und den Nachbarn erschlagen. Ein Geheimtipp: Bei AA heißt es rigoros, im ersten Jahr solle man außer dem Trinkstopp nichts verändern. Es muss beim Rauchstopp nicht so lange sein. Aber für die ersten gut drei Monate gilt: Keine Experimente. Motivierend wirken ein Tageszähler, z.B. der von SWR 3, oder der Austausch mit Leidensgenossen via Internet in einer Community für angehende Nichtraucher. Davon gibt es jede Menge, z.B. auch bei SWR 3. Nichtraucherkurse und Raucherberatung gibt es in einer Datenbank.
2. Zigaretten und Aschenbecher wegwerfen, Gardinen und Wäsche waschen, Wohnung lüften, ggf. mit Duftverstärkern arbeiten. Geheimtipp: Alle Jacken durchsuchen, damit nicht im entscheidenden Moment eine Zigarette in der Hand ist.
3. Rauchumgebungen radikal meiden bzw. sofort verlassen: Der Geruch von Zigaretten-Rauch kann angehende Nichtraucher schlagartig (!) zum Abbrechen des Vorhabens bringen.
4. Für starke Emotionen ist kein Platz, die eigene Schwäche und Verletzlichkeit sollte bedingungslos akzeptiert werden: Jetzt ist wahrlich nicht die Zeit für einen Ehekrach oder die Aussprache mit der Schwiegermutter. Das Umfeld sollte das Vorhaben wohlwollend begleiten und nicht durch unangemessene Belastungen stören. Geheimtipp: Gefährliche Situationen sofort mit einem knappen Kommentar (“Mir ist nicht gut”) verlassen.
5. Möglichst kein Alkohol und Kaffee, dafür literweise Wasser trinken: Wasser “spült” Craving-Attacken weg. Kaffee und Alkohol verstärken häufig das Verlangen nach Zigaretten, da sie mit der Kippe “gekoppelt” sind. Tipp: Immer eine kleine Wasserflasche dabei haben (Auch ein alter AA-Trick).
6. Bewegung an der frischen Luft wirkt Wunder: Ein Spaziergang im Wald oder andere körperliche Anstrengungen reinigen Geist und Körper. Vor allem macht es aber müde. Bei evtl. Schlafstörungen ist das natürlich ein großer Vorteil, wenn man abends schwer wie Blei ins Bett fällt.
7. Zeit verplanen, Tagesstruktur: Wer weiß, was er vorhat, kommt nicht auf dumme Gedanken und hat keinen Leerlauf für die “Sehnsucht” nach einer Zigarette. (Vor allem abends) Orte aufsuchen, an denen man a) nicht rauchen kann und b) nicht Rauch ausgesetzt ist. Hervoragend sind z.B. Kino, Theater, Yoga, VHS-Kurse, klassische Konzerte, Gottesdienste oder Sauna.
8. Sich belohnen: Jeden Tag eine Kleinigkeit, am Wochenende auch etwas Größeres. Das lässt am Ziel festhalten.
9. Bei Craving-Attacken (“Suchtdruck”): Schluck Wasser trinken, Situation verlassen, tief durchatmen, zur Ruhe kommen, die Attacke des Sucht-Dämons loslassen, aushalten (“Nur jetzt nicht rauchen”). Autogenes Training, Meditation, Yoga, ZEN, Progressive Muskelentspannung, Tai Chi, Qi Gong etc. helfen bei der Tiefenentspannung. Auf jeden Fall gilt: Im “Heute” leben, das Gestern ist vorbei, morgen noch nicht da.
10. Nicht zu viel erwarten: Es gibt Angenehmeres im Leben als einen Entzug, es gibt aber gleichzeitig wenig, was mehr persönliche Befreiung und Befriedigung verschafft. Depressionen, die berühmte “Watte im Kopf”, Aggressionen, Gewichtszunahme und Schlafstörungen sind völlig normal und weit verbreitet. Wer nun keine Höchstleistungen auf der Arbeit oder zu Hause leisten kann, sollte nicht vergessen, dass er gerade dabei ist, genau das zu tun: Nämlich die Höchstleitung zu vollbringen, eine Sucht, die einen Menschen langjährig bestimmt hat, zu verabschieden.
Wenn dieses Ziel erreicht ist, ist für all die anderen Vorhaben unendlich viel Zeit da.
Nachwort: Scheitern bedeutet nicht Versagen. Vor allem schwer Süchtige (siehe Fagerstörm-Test) brauchen neben den oben genannten Tipps Hilfe, z.B. Nikotinpflaster, Medikamente oder eine Verhaltenstherapie. Im Scheitern liegt die Chance der Einsicht für das tatsächliche Ausmaß der Abhängigkeit.
Viel Glück für ein rauchfreies 2010, egal wie viele Anläufe Sie brauchen!
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Mit Tag(s) versehen: Depression, Diät, Gewicht, Krebs, Schlafstoerung, Suchthilfe
Ist das ein verfrühter Aprilscherz? Nach einem Bericht des ORF leitet der frühere Drogenbeauftragte der britischen Regierung David Nutt ein Projekt, bei dem ein “Alkoholersatz” entwickelt werden soll. Ja, das ist ausgerechnet jener David Nutt, um den es zuletzt massive Diskussionen in Großbritannien gab, weil er Marihuana für ungefährlicher als Alkohol erklärt hatte. Die Wirkung des neuen Produktes: Die Menschen sind beschwingt und betrunken – ohne dass depressives oder aggressives Verhalten bzw. eine Sucht die Folge sind. Der “Spaß” kann durch eine Ausnüchterungspille beendet werden. Na dann, allseits fröhliches besoffen sein.
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Mit Tag(s) versehen: Drogen, Gehirn, Medikamente, psychoaktive Substanz, Substitution, Wissenschaft